In jedem Hund sind natürliche Symbole angelegt, die einem festen Funktionskreis zugeordnet sind. Die Reaktion von Hunden erfolgt nach einem spezifischen Schema ohne Wahlmöglichkeit und die Verwendung dieser Symbole wird von jedem Hund unmittelbar verstanden. Sie sind Kommunikationsaufforderung gegenüber anderen Hunden, deren Ziel es ist, ritualisierte Übereinkünfte für das soziale Zusammenleben zu treffen. Auch Menschen können auf dieser Ebene soziale Übereinkünfte mit Hunden treffen, wenn diese natürlichen Symbole bewusst wahrgenommen werden und deren Bedeutungsinhalt verstanden wird.

Weiterhin ist der Hund im Stande, durch Erfahrung und Einsicht[1] Symbole zu erlernen, deren immer wiederkehrende identische Verwendung den jeweils dazugehörigen Bedeutungsinhalt immer genauer eingrenzt. Der Hund kann sich auf das zu Erwartende einstellen und gewinnt an Selbstsicherheit. Der Aspekt von exakter Kommunikation mit der Bestätigung einer Erwartungshaltung macht den Menschen als Sozialpartner für den Hund verlässlich. Hierbei ist die Generalisierung[2] von Symbolen und deren Verwendung in unterschiedlichen Zusammenhängen von großer Bedeutung.
[1] z.B. gleiche Leine und gleiches Halsband für Fährtenarbeit oder Leine am Halsband und abgelegter Gegenstand für den grünen Bereich bei „Bleib 3.
[2] Gleiche Verwendung von Symbolen an unterschiedlichen Orten und bei verändertem Umfeld.
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